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Stocktaking

Auf der Berlin-Konferenz (2003) wurde von den europäischen Bildungsministern verabredet, den Stand der Umsetzung der verabredeten Reformziele auf dem Weg zur Errichtung des ↑Europäischen Hochschulraums (EHR) jeweils zur nächsten Minister-Konferenz in nationalen Berichten zu dokumentieren. Diese nationalen Berichte werden auch Stocktaking-Berichte genannt. Durch diese Form der Rechenschaftslegung soll die Verbindlichkeit der Verabredungen erhöht werden.[1] In Deutschland werden die Stocktaking-Berichte von der Natio­nalen ↑Bologna-Follow-up-Gruppe (BFUG) vorbereitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) koordiniert, wobei zahl­reiche Stellen auf regionaler und föderaler Ebene einen Beitrag dazu leisten.[2] Stocktaking im Rahmen des ↑Bologna-Prozesses ist Teil der nationalen Bildungsberichterstattung, die in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat.
HS

[1] Vgl. Bergen, S. 2; Berlin, S. 7.

[2] Vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
in der Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium für Bildung und
Forschung: Realisierung der Ziele des Bologna-Prozesses. Nationaler Bericht
2004 für Deutschland von KMK und BMBF (unter Mitwirkung von HRK,
DAAD, Akkreditierungsrat, fzs und Sozialpartnern); URL: http://www.bmbf.de/
pub/nationaler_bericht_bologna_2004.pdf
(3.5.2006).

 
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