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Sozialpartner

Die Sozialpartner – Gewerkschaften und Arbeitgeber – haben sich in Deutschland seit der Bologna-Erklärung (1999) intensiv an der öffentlichen Diskussion der Studienstrukturreform be­teiligt. Die formale Einbindung der Sozialpartner in Deutschland wurde im Anschluss an die Berlin-Konferenz (2003) realisiert. Sie sind seitdem Mitglieder in der Nationalen ↑Bologna-Follow-up-Gruppe (BFUG). Die Gewerkschaften sind durch die Gewerk­schaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)[1], die Arbeitgeber durch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber­verbände (BDA)[2] vertreten. Die GEW begleitet die Diskussion inhaltlich. Die BDA unterstützt den ↑Bologna-Prozess vor allem durch Informations- und Aufklärungsarbeit bei den Unternehmen sowie durch öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Verbesserung der Akzeptanz der Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt.[3] Ein weiterer wichtiger Partner in der nationalen Diskussion und Mitglied in der Nationalen BFUG sind die Studierenden, vertreten durch den "freien zusammenschluss von studentInnen­schaften" (fzs)[4]. Die Gewerkschaften, Arbeitgeber und Studierenden führen zahlreiche Informationsveranstaltungen zum Bologna-Prozess durch, um die Akzeptanz der neuen Studienabschlüsse bei Arbeitgebern und Studieninteressierten zu fördern. Die Sozialpartner sind ebenfalls im nationalen Team der so genannten Bologna-Promotoren (Projekt der Europäischen Kommission in allen ERASMUS-Teilnehmerländern) vertreten und spielen eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung des natio­nalen ↑Qualifikationsrahmens, der über den Hochschulbereich hinausgeht. Auf europäischer Ebene sind die Arbeitgeber durch ihren Ver­band "Union of Industrial and Employers' Confederations of Europe" (UNICE), die Gewerkschaften durch die Bildungs­internationale (Education International, EI), die Studierenden durch den Dachverband ↑ESIB vertreten.
EB, AF

[1] Vgl. URL: http://www.gew.de (11.7.2006).

[2] Vgl. URL: http://www.bda-online.de (11.7.2006).

[4] Vgl. URL: http://www.fzs.de (11.7.2006).

 
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