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Soziale Dimension

In einem Dokument der Europäischen Kommission wird als
eine der drei Prioritäten der Hochschulreform bis zur nächsten Bologna-Konferenz in London im Jahr 2007 die "Funding reform" herausgehoben, die sich unter anderem mit Studien­gebühren, Stipendien und Darlehen auseinandersetzt.[1] Die Kommission will durch umfassende Studien zur sozialen Situation der Studierenden helfen, insbesondere die Chancen­gleichheit und die Zugangsmöglichkeiten zur Hochschulbildung zu gewährleisten. Dies trifft auch den Kern der Beschlüsse der Konferenz in Bergen (2005).[2] In Deutschland untersucht die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) regelmäßig die soziale Situation der Studierenden. Auch vergleichende Studien werden erstellt, zum Beispiel "Eurostudent – Indicators on the social situation in the European Higher Education Area"[3]. Der Nationale Bericht 2004 für Deutschland vermerkt, dass es erforderlich ist, diesen Bericht auszuweiten, um die Datenlage verlässlich zu verbessern.[4] Damit werden die Initiativen der Europäischen Kommission gestützt, um die soziale Dimension zu verstärken und europaweit Konzepte zur finanziellen Förderung von Auslandsaufenthalten von Studierenden zu verbessern.
VG

[1] Vgl. European Commission, Directorate-General for Education and Culture: From Bergen to London. The EU Contribution, Brussels, 24 January 2006; URL: http://ec.europa.eu/education/policies/educ/bologna/report06.pdf (18.7.2006).

[2] Vgl. Bergen.

[3] Vgl. URL: http://www.his.de (20.5.2006).

[4] Vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
in der Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium für Bildung und
Forschung: Realisierung der Ziele des Bologna-Prozesses. Nationaler Bericht
2004 für Deutschland von KMK und BMBF (unter Mitwirkung von HRK,
DAAD, Akkreditierungsrat, fzs und Sozialpartnern); URL: http://www.bmbf.de/
pub/nationaler_bericht_bologna_2004.pdf
(3.5.2006).

 
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