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Qualitätssicherung

Qualitätssicherung ist der Oberbegriff für verschiedene Maß­nahmen der Überprüfung und Entwicklung von Qualität an Hochschulen. Wichtige Methoden der Qualitätssicherung sind ↑Evaluation, ↑Akkreditierung, Benchmarking und Verfahren des Qualitätsmanagements. Die Qualitätssicherung im Sinne einer systematischen und transparenten Überprüfung der Qualität von Studienprogrammen, Lehrenden, Verfahren oder Institutionen ist ein wichtiger Bestandteil des ↑Bologna-Prozesses. Ziel der Qualitätssicherung ist die Stärkung des Vertrauens der an den Bildungs- oder Forschungsprozessen beteiligten oder interes­sierten Akteuren in die jeweiligen Einrichtungen. In Deutschland hat sich der Bereich der Qualitätssicherung mit der Verbreitung der Evaluation und der Einrichtung eines Akkreditierungssystems in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Ein international vereinbartes Kernelement der Qualitätssicherung, wie es auch in den "European ↑Standards
and Guidelines"[1] beschrieben ist, stellt die Zweistufigkeit der Verfahren im Sinne einer Kombination aus interner Selbst­beschreibung und externer Beurteilung in einem ↑Peer Review-Verfahren dar. Während in den Jahren 1990 bis 2000 der Bereich der Evaluation in Deutschland ausgebaut wurde, steht seit ihrer Einführung im Jahr 1998 die Akkreditierung im Mittelpunkt des Interesses. Für die Zukunft müssen die Hochschulen insbesondere auf ein kohärentes Qualitätssicherungskonzept hinwirken, in dem Akkreditierung und Evaluierung nachhaltig miteinander ver­knüpft werden und damit die Basis der Hochschulplanung und
-steuerung bilden.
HS

[1] Vgl. Standards.

 
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