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Förderung des Europäischen Hochschulraums (EHR)

Ein gemeinsamer ↑Europäischer Hochschulraum (EHR) ist das Hauptziel des ↑Bologna-Prozesses. Für die Schaffung des EHR sind in Deutschland grundlegende Reformen des Hochschul­systems notwendig, die mit der Aktionslinie "Promoting the attractiveness of the European Higher Education Area (EHEA)" verbunden sind. Dazu gehören: -  die Einführung einer ↑gestuften Studienstruktur einschließlich aller damit verbundenen Maßnahmen (↑ECTS, ↑Diploma Supplement, ↑Qualifikationsrahmen), -  die Einführung eines neuen Qualitätssicherungssystems (↑Akkreditierung) und -  die Umsetzung einer umfassenden Internationalisierungs­strategie der Hochschulen (Einführung mehrsprachiger Studien­programme, Verbesserung der Betreuung und der Auswahl­verfahren für ausländische Studierende, Professionalisierung der Akademischen Auslandsämter, Hochschulmarketing). Die Bundesregierung, die Bundesländer und Hochschulen setzen sich gleichermaßen für die Schaffung eines gemeinsamen EHR und damit für diese Reformen in Deutschland ein, einschließlich des Ziels einer Steigerung der Attraktivität des EHR gegenüber anderen Hochschulräumen in der Welt. Dazu wurden von der Bundesregierung und den Bundesländern zahlreiche Maßnahmen finanziert, die bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (Service-Stelle Bologna und Kompetenzzentrum Bologna), bei dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), bei der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungs­förderung (BLK) sowie in Hochschulen und bei weiteren Ak­teuren angesiedelt sind. So werden in Deutschland die Hoch­schulen und andere Zielgruppen (Arbeitgeber, Studierende etc.) über den Bologna-Prozess informiert und bei der Umsetzung der Ziele durch Beratung, Information, Vernetzung und unter­schiedliche Plattformen unterstützt. Damit werden gleichzeitig Reformen auf nationaler und europäischer Ebene gefördert.
EB, AF
 
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