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Europäischer Forschungsraum (EFR)

Der Begriff Europäischer Forschungsraum (EFR) wurde erstmals von der Europäischen Kommission verwendet. Das Ziel der Kommission war, ein Äquivalent zum europäischen Binnenmarkt im Bereich Forschung und Innovation zu schaffen. Der als EFR benannte Bereich führte zur Restrukturierung sämtlicher Unter­stützungsleistungen der Europäischen Union, um eine bessere Koordination von Forschungstätigkeit sowie die Konvergenz von Forschungs- und Innovationspolitik auf nationaler und euro­päischer Ebene zu erreichen. Um die Schaffung des EFR zu unterstützen, wurde der Europäische Forschungsrat gegründet.[1] Deutschland ist in dem 22-köpfigen wissenschaftlichen Rat des Europäischen Forschungsrats mit 2 Mitgliedern vertreten. Im Berlin-Kommuniqué (2003) stellten die europäischen Minister fest, dass der entstehende ↑Europäische Hochschulraum (EHR) von einer stärkeren Verzahnung mit dem EFR profitieren würde. Forschung wird als wichtiger Bestandteil der Hochschulbildung in Europa angesehen. Aus diesem Grund entschieden die euro­päischen Minister, die ↑Promotionsphase als dritte Stufe nach ↑Bachelor und ↑Master im ↑Bologna-Prozess zu verankern. In Deutschland scheint das Konzept eines Europäischen For­schungsraums und seine Verzahnung mit dem Europäischen Hochschulraum von den Hochschulen noch nicht richtig wahrgenommen zu werden.
TNM
 
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