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Deskriptoren

Deskriptoren sind kurze, fachunabhängige, generische Beschrei­bungen der ↑Lernergebnisse eines Hochschulabschlusses. Im Zuge des ↑Bologna-Prozesses ist ein übergreifender ↑Qualifikationsrahmen für den ↑Europäischen Hochschulraum (EHR) entwickelt worden, der sich auch dem Thema Deskrip­toren widmet.[1] An diesem übergreifenden Qualifikationsrahmen orientiert, wurde in Deutschland ein nationaler Qualifikations­rahmen[2] von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt und am 21.4.2005 von der KMK beschlossen. Die in diesem Rahmen verwendeten Deskriptoren sind kompatibel mit den so genannten "Dublin-Descriptors".[3] Die im nationalen Qualifikationsrahmen entwickelten Deskrip­toren sind unterschieden nach den Stufen ↑Bachelor, ↑Master
und ↑Promotionsphase und beziehen sich auf die folgenden ↑Kompetenzen der Studierenden: -  Wissen und Verstehen ·  Wissensverbreiterung ·  Wissensvertiefung -  Können (Wissenserschließung) ·  Instrumentale Kompetenzen ·  Systemische Kompetenzen ·  Kommunikative Kompetenzen Im weiteren Verlauf des Bologna-Prozesses sind fachspezifische Deskriptoren zu entwickeln. So hat zum Beispiel die Fachgruppe Chemie im ↑Tuning-Projekt Deskriptoren für die ersten zwei Bologna-Zyklen publiziert.[4]
TNM

[1] Vgl. Bergen S. 2.

[2] Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse, im Zusammen­wirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und
Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der
Kultusministerkonferenz am 21.4.2005 beschlossen; URL: http://www.kmk.org/
doc/beschl/BS_050421_Qualifikationsrahmen_AS_Ka.pdf
(3.5.2006).

[3] Die Dublin Descriptors wurden von der Joint Quality Initiave entwickelt.
Sie sind zu finden unter URL: http://www.jointquality.org/content/descriptors/
CompletesetDublinDescriptors.doc
(23.6.2006).

[4] Tuning Educational Structures in Europe II: Universities contribution to the Bologna Process, S. 54-55. Siehe URL: http://tuning.unideusto.org/tuningeu/ (16.5.2006).

 
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